Welche Rechtsformen gibt es?

Lesedauer: 5 Minuten | Datum: 09.10.2020 

Die Rechtsform oder auch Unternehmensform eines Unternehmens, Freiberuflers oder Einzelunternehmers gibt den rechtlichen Rahmen für die unternehmerischen Tätigkeiten Deines Unternehmens vor.

Die Rechtsform hat außerdem Einfluss auf die Steuer- und Buchführung sowie die Haftung.

Welche Rechtsform Du wählen kannst, hängt zunächst einmal von einem wichtigen Faktor ab: Bist du Einzelunternehmer oder gründest Du eine Personen- oder eine Kapitalgesellschaft?

Zu dem Einzelunternehmerformen gehören:

  • Freiberufler
  • Kleingewerbetreibende
  • Eingetragene Kaufmänner/-frauen

Zu den Rechtsformen für  Personengesellschaften zählen:

  • GbR, die Gesellschaft bürgerlichen Rechts
  • KG, die Kommanditgesellschaft
  • OHG, die offene Handelsgesellschaft
  • PartG, die Partnergesellschaft mit beschränkter Berufshaftung

Die Rechtsformen für Kapitalgesellschaften sind:

  • GmbH, die Gesellschaft mit beschränkter Haftung
  • UG (haftungsbeschränkt), die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
  • AG, die Aktiengesellschaft
  • SE, die Societas Europea
  • KGaA, die Kommanditgesellschaft auf Aktien

Zudem gibt es noch verschiedene weitere Rechtsformen, zum Beispiel für Vereine, Versicherungsvereine, Unterformen von Aktiengesellschaften, beispielsweise im gemeinnützigen Bereich, aber auch Formen, die den Bereich des öffentlichen Rechts betreffen.

Jede dieser Rechstformen hat auch bei der Gründung Deines Unternehmens bestimmte Voraussetzungen, wie das Mindestkapital. Zudem muss nicht jedes Unternehmen mit jeder Geschäftsform ins Handelsregister eingetragen werden.

Ein späterer Wechsel der Rechtsform ist möglich, zum Beispiel, wenn das Unternehmen wächst. Du hast als Kleingewerbetreibende/r begonnen und verkaufst nun monatlich so viel und gut, dass Du Mitarbeiter einstellen und Dich finanziell absichern möchtest? Zu beachten ist dabei das Umwandlungsgesetz (§§ 190-305 UmwG), das genau festlegt, wann und wie ein Formwechsel erfolgen kann.

Es gibt allerdings auch Umwandlungen, bei denen eine Neugründung von Nöten ist, zum Beispiel dann, wenn ein Einzelunternehmer sein Unternehmen in eine Kapitalgesellschaft überführen möchte.

Zu den einzelnen Unternehmensformen, ihren Vor- und Nachteilen und dazu, welche die passende Form für Dein Unternehmen ist, beraten Dich Gründerzentren, aber auch IHK und HWK. So bietet die IHK München beispielsweise eine gute Übersicht über diesen Auswahlprozess an.

Du hast weitere Fragen? Dann schreib uns gern an pizzapreneur@world-of-pizza.de

Bis bald,

Dein Pizzapreneur-Team